4 Nächte Camping an der Ahr in Schuld

Am Oster-Wochenende – konkret von Donnerstag bis Ostermontag waren wir mit dem frisch improvisierten Camper auf dem Campingplatz in Schuld an der Ahr. Wobei „an der Ahr“ fast schon irreführend ist, da der Campingplatz auf 3 von 4 Seiten von der Ahr umgeben ist 😀

Geplant war ein kleines, unkompliziertes Treffen mit Camping-Freunden. Und das ist es dann auch geworden.

Der Campingplatz

Der Campingplatz ist aktuell fast noch ein „Geheimtipp“ – er wurde bei der Flutkatastrophe 2021 nahezu komplett leer gespült und stand mehrere Meter unter Wasser. Die Betreiber sind seit dem dabei, ihn nach und nach wieder auf Vordermann zu bringen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es gibt gut befestigte Wege und Plätze. Alles ist etwas steinige, sodass man sich kaum Sorgen machen muss im Schlamm stecken zu bleiben. Auch Strom war auf der „frei für alle-Campingwiese“. Es gibt mittlerweile auch wieder eine Menge Dauercamper – da die Saison aber noch nicht so richtig gestartet ist, war es relativ ruhig.

Die Aussage vom Betreiber „Wir sehen das hier alles recht locker“ – sehe ich auf jeden Fall als großen Pluspunkt. Wir konnten uns hinstellen wir wir wollten, es gab keine vorgegebenen Parzellen auf der Wiese.

Die sanitären Anlagen sind auf jeden Fall in Ordnung. Es gibt Duschen (Warmwasser kostet extra), ausreichend Toiletten, Wasserver- und Entsorgung und auch einen Platz wo man kostenfrei Geschirr spülen kann (wenn auch nur mit kaltem Wasser). Der Weg bis zu den Toiletten/Duschen war zwar etwas weiter (etwa 150-200m), aber wir hatten sogar eine neu gebaute Grauwasser-Entsorgung, direkt einige Meter von unserer „Wagenburg“ entfernt 🙂

Hunde sind auf dem Platz erlaubt. Der Campingplatz ist mit einer Art kleinem Deich eingezäunt und dahinter gab’s direkt eine netten kleinen Waldweg wo man mit dem Hund an der Ahr entlang laufen konnte

Das Wetter

Die Wettervorhersage war etwas instabil, wir hatten anfangs Vorhersagen von bis zu -2° (nachts) inkl Schnee und Regen im Wetterbericht. Vor Ort gab es dann aber nahezu perfektes Wetter tagsüber – Teilweise bis 17°C. Lediglich 2 Nächte waren etwas kalt – sogar so kalt, dass wir morgens Reif auf dem Gras hatten. Da wir ja noch keine Standheizung hatten, war das etwas unangenehm, da wir nur die Wahl zwischen lautem Heizlüfter, oder einer Menge Extra-Decken hatten. Da wir in einem Tal waren, blies der Wind auch zeitweise recht stark – die Wagenburg haben wir dann aber extra so aufgebaut, dass wir etwas Windgeschützter waren.

Der Camper

Alles in allem dennoch 4 nette Tage. Der Camper hat wunderbar performt. Wir haben viel gegrillt, dank Kühlbox waren alle Getränke und das Fleisch sicher, ich konnte einmal sogar an einem Tag für alle Eierkuchen machen – dank Landstrom per Induktionsplatte 🙂

Die Extra Tischflächen und die Vorhänge waren eine extremer Luxus gegenüber dem letzten Trip auf den Campingplatz an der Mosel. Die extra Arbeit vor dem Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt. Abgesehen von der Standheizung gab es jetzt nichts gravierendes, was ich vermisst hätte. Der Stauraum war – dank dem neuen „Küchenblock“ mehr als ausreichend. Es lag auch nichts im Weg herum. Bin sehr zufrieden 🙂

Die Kosten

  • 4 Übernachtungen für 2 Personen + 1 Hund haben 40€ gekostet (ja, nur 5€ pro Person und Nacht!! 😉 )
  • Strom waren 12€
  • Dusche 1€ je ca 5 Minuten warmes Wasser gekostet
  • Diesel für an und Abreise etwa 40€

Ein 5 Tage-Urlaub für 2 Personen +Hund für nur knapp etwa 100€ kann sich schon sehen lassen 😀